Unsterblich im www

Für Historiker wohl ein Segen, für Privatpersonen, Firmen, Politiker etc., von denen - oder über die - im www peinliche Daten verbreitet wurden manchmal der gesellschaftliche  (Selbst-)Mord. Hier ein sehr guter Artikel aus Spiegel online zum Thema Unvergänglichkeit von, einmal im Internet publizierten Daten.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,667027,00.html

Exkursion: Pro Senectute Bibliothek und Dokumentation in Zürich

Wir schreiben den 19.11.2009, ein weiteres Mal macht sich die Iw09 der HTW Chur auf den Weg nach Zürich. Dieses Mal durften wir die Bibliothek und Dokumentation der Pro Senectute besichtigen….

Exkursionsbericht: Pro Senectute Bibliothek und Dokumentation

Exkursion: Dokumentationsstelle des Schweizer Fernsehens in Zürich

Am 29.10.2009 besuchte die Iw09 der HTW Chur die Dokumentationsabteilung des Schweizer Fernsehens. Die Dokumentation ist in zwei Teile unterteilt, nämlich in die Film/Video- und die Text/Bild und Musikdokumentation…

Exkursionsbericht: Dokumentationsstelle des Schweizer Fernsehens

So schnell vergeht ein Jahr

“Happy Birtday” lieber IW-Blog.

Fast hätte ich es selbst nicht mitbekommen, aber dieser IW-Blog ist nun schon ein Jahr online. Was die Anzahl der Beiträge angeht könnte man aber eher meinen, dass der Blog erst einen Monat online ist :-(

Hat der IW-Blog wirklich nur sowenig zu sagen, oder handelt es sich vielmehr um eine Schreibfaulheit, oder gar um das nicht Vorhandensein eines bestimmten, notwendigen Masses an selbstdarstellenden Verhaltens? Was mich betrifft, so ist es sicherlich letzteres. Das ist auch der Grund warum ich mich nicht in den schönen neuen Web 2.-Applikationen rum treibe. Was auch seine Vorteile hat, wie man bei StudiVZ gesehen hat :-)

Auf eine neues und vielleicht schreibintensiveres Blog-Jahr!

Schlappe oder Sieg?

Microsoft hat im Verfahren mit der EU nachgegeben. Im Windows 7 ist der IE nicht mehr automatisch als Standardbrowser eingestellt. Bei der Erstinbetriebnahme wird zunächst einmal nachgefragt welchen Bowser man nutzen möchte. Es stehen dann folgende Browser zur Auswahl: IE, Firefox und Chrom.

Was eine Androhung von 2 Milliarden Euro als Bussgeld bei Microsoft bewirken kann, könnte man meinen. Tja, so einfach würde sich Microsoft wohl nicht geschlagen geben, wenn da nicht die Zahlen sowieso gegen den IE sprechen würden. So liegen die aktuellen Nutzerzahlen gerade mal bei schlappen 46%, und die des Firefox immerhin schon bei 36%.

Google wagt sich in den Betriebssystemmarkt

“Nun ist es endlich so weit!” oder “Warum hat das so lange gedauert!”, werden sicherlich die Befürworter sagen. Diejenigen, die nicht so euphorisch sind, werden sich erst einmal zurück halten und abwarten bis die erste Version des Betriebssystems “Google Chrome OS” Ende 2010 vorhanden ist.

Was wird sich ändern? Nun, zunächst einmal sicherlich nicht viel. Das Betriebssystem “Chrome” von Google benötigt den gleichnamigen Browse, der ist bisher erst 20 Mio. Mal installiert. So wird also der Betriebssystemmarkt nicht ins wanken kommen. Aber was viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass Chrome OS als Open Source Software zur Verfügung stehen wird und der Einsatzbereich (zunächst) speziell für Netbooks optimiert wurde. Dies wiederum kann zu einer Revolution führen. Netbooks sind voll im Trend und mit den bisherigen Betriebssystemen eigentlich “überlastet”. Ein offenes, schnelles und einfaches OS tut hier dringend Not, und kann sich dadurch rasch verbreiten. Es gibt sicherlich viele Anwender die lieber Heute als Morgen auf das Chrome OS umsteigen würden, wäre da nicht das Kompatibilitätsproblem mit den MS-Office Dateien. Google bietet zwar ein “Office” an, die Dateien liegen dann aber bei Google auf den Servern. Der Vorteil ist natürlich die permanente Verfügbarkeit der Dateien, aber eigentlich möchte ich meine Dateien nur auf meinem Rechner haben. Vielleicht braucht es hier noch eine “Open Data Initiative”? Auch wenn sich kurzfristig nicht gleich die Betriebssystemwelt ändern wird, langfristig wird sich aber einiges ändern.

“Wissensklau, Unvermögen oder Paradigmenwechsel?”

Aktuelle Herausforderungen für die Bibliothek und ihre Partner im Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens, werden auf der international Fachtagung “Die Lernende Bibliothek 2009″ von 6. bis 9. September 2009 in  Chur (CH) diskutiert. Die Tagung steht unter dem Thema “Wissensklau, Unvermögen oder Paradigmenwechsel”. Veranstalter der Lernenden Bibliothek sind sieben Berufsverbände aus vier Ländern, die HTW Chur ist Gastgeberin. Es werden Fachleute aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz erwartet. Weitere Information zur Tagung unter: http://www.lernendebibliothek2009.ch/

Happy Birthday WWW

Heute vor 20 Jahren hatte der Brite Tim Berners-Lee seinen Projektantrag “Informationsmanagement: Ein Vorschlag”, bei seinem Vorgesetzten im CERN eingereicht, der sich als Grundstein des Internet entpuppen und das Kommunikations- und Informationsverhalten der Menschen grundlegend verändern sollte. Mike Sendall, sein Vorgesetzter ahnte bereits, dass eine großartige Idee auf seinem Schreibtisch lag, war sich aber dennoch nicht so sicher. Er schrieb: “Vage, aber aufregend” auf den Projektantrag, in dessen Zentrum der “Hypertext” stand, der Informationen in einem Netz durch logische Verbindungen miteinander verknüpft.

Etwas mehr zu dem Thema steht in der FAZ vom 13.03.2009.

“Schweizer Portal für Recherche im Internet” SPRINT erscheint nicht nur in neuem Design

Das Schweizer Portal für Recherche im Internet (SPRINT) der Hochschule für
Wirtschaft und Technik (HTW) in Chur wurde umfassend überarbeitet. Das Portal, mit
seinen zwölf Jahren ein Urgestein im Internet, wurde im Laufe dieses Winters von
Studenten der Informationswissenschaft einer grossen Revision unterzogen. Jede
Information wurde überprüft, neue Trends aufgespürt und die Inhalte entsprechend
ergänzt. Ausserdem bietet SPRINT seit 2009 auch E-Learning-Angebote fürs
Selbststudium und Lehrmaterialien für Dozenten.

http://sprint.informationswissenschaft.ch

Mensch als Auslaufmodell?

Auf meiner Suche nach Artikeln zur künstlichen Intelligenz, stiess ich auf einen Artikel der Evolutionstheoretikerin Susan Blackmore. Ihre Theorie fusst auf der Memetik: 

Memetik ist eine umstrittene Theorie der kulturellen Evolution. Sie ist die Lehre von der Beschaffenheit und Wirkungsweise von so genannten Memen als Trägern der kulturellen Entwicklung in Analogie zur biologischen Evolution und der Genetik (Wikipedia).”

 Diese Meme reproduzieren sich bisher über den Menschen.

Dies, so Blackmore, könnte sich aber damit ändern, dass wir Menschen es im riesigen Datenmeer den elektronischen Suchmaschinen überlassen, die für uns relevanten Daten zu selektionieren. Sobald diese Maschinen sowohl das Kopieren, die Variation und die Selektion übernehmen, dürfte ein neuer Replikator entstanden sein, sogenannte Teme (technische Meme), welche die Information zu Replikation an die nächste Generation weitergeben.

Momentan brauchen diese Informationsträger noch den Menschen als “Kopiermaschine”, als Replikator, indem er Strom produziert und Kraftwerke betreibt. Die weitere Entwicklungsstufe wären Maschinen, die diesen Vorgang übernehmen können. Somit wäre das Überleben des Menschen für das Überleben der Teme nicht mehr massgeblich.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,602346,00.html

 Ich halte die Theorie für recht amüsant und sie kann der Diskussion, welche Aufgaben der Mensch an Maschinen übertragen sollte, eine neue Dimension verleihen. Ein etwas kritischerer Blickwinkel als bisher würde uns bestimmt nicht schaden. Nichts desto trotz wirkt das Ganze doch etwas sehr abenteuerlich. Vor allem die Konsequenzen, wenn der Mensch überflüssig gemacht würde, werden nicht angesprochen.