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Information ist Wissen in Aktion
Information sammeln kann jeder. Sie dann aber auch zu analysieren, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden und im Anschluss neu zu bündeln, das erfordert spezielle Kenntnisse. Gelernt werden kann so etwas in der Informationswissenschaft, die allerdings wenig bekannt ist. Dabei sind Begriffe wie “Informationsgesellschaft”, “Information Superhighway”, “Information Broker” heute in aller Munde.
Wie oft sagt man „Ich habe eine Information für dich“ oder „Diese Information gehört nicht hierher“. Wenn der Begriff Information durch Wissen ersetzt wird, entstehen zwar nicht gänzlich unsinnige Aussagen, aber zumindest ungewöhnliche. Kaum jemand würde z.B. sagen: „Ich habe Wissen für dich“ oder „Dieses Wissen gehört nicht hierher.“ Information und Wissen sind nicht das Gleiche, aber eng miteinander verwoben.
Information wird von einer Person immer dann benötigt, wenn ihr eigenes Wissen nicht ausreicht, um in einer konkreten Situation ein Problem zu lösen. Aber wo bekommt man diese Information her? Am einfachsten ist es jemanden zu fragen, der genau dieses Problem bereits gelöst hat. Indem diese Person aus ihrem Wissen heraus „erzählt“ wie das Problem zu lösen ist, informiert sie uns. Information ist also der Teil des Wissens, der von der informierenden Person zu der Information benötigenden Person durch eine bestimmten Aktion, wie z.B. durch das „Erzählen“, übergeht. Information ist also „Wissen in Aktion“. Ein kleines Beispiel: Zur Weihnachtszeit werden Süssigkeiten gebacken. Für die ersten Backversuche braucht man die Information welche und wie viele Zutaten wie verrührt und gebacken werden. Die notwendige Information kann man sich von einem erfahrenen (wissenden) Bäcker erzählen oder zeigen lassen, oder aber auch aus einem Rezept selbst herauslesen. Ist nun ein Jahr vergangen und man möchte die Süssigkeiten erneut backen, so hat es derjenige leicht, der das Wissen gespeichert hat. Wer die Rezeptur vergessen hat, muss sich erneut die Information besorgen. Wissen ist also in unserem Kopf fest verankert und entsteht durch die Umsetzung der Information in interne Wissensstrukturen. Das ist nichts anderes als Lernen.
Was tun Informationswissenschaftler?
Informationswissenschaftler beschäftigen sich genau mit dieser Transformation von Wissen in Information und wieder in Wissen. Sie sorgen dafür dass diese Übergänge möglichst effizient und effektiv funktionieren. Durch die dynamische Entwicklung dieser Informationsarbeit lassen sich die Tätigkeitsbereiche des Berufsfeldes Informationswissenschaft und -praxis nur schwer von anderen abgrenzen. Informationsspezialisten fanden früher vor allem in den Bereichen Archiv, Bibliothek sowie Information und Dokumentation Beschäftigung. Heute ist informationswissenschaftliches Know-how überall da gefragt, wo im Dreieck “Wissen - Informationstechnik - Mensch” Informationsprozesse gestaltet werden sollen.
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