Archive für 19.11.2008

Der Einfluss des Internet auf die US-Politik

Schon im Wahlkampf nutzte Barack Obamas Personal wie noch kein Wahlkampf-Team zuvor die Möglichkeiten des Internet. Über das sogenannte Web 2.0 kommunizierte Obama mit seinen potentiellen Wählern, sammelte via Internet Wahlkampfspenden in Rekordhöhe und rekrutierte knapp zwei Millionen Freiwillige. Es sind Bestrebungen im Gange, dass diese neue Plattform auch im politischen Tagesgeschäft, nach Obamas Amtsantritt genutzt werden soll. Der folgende Artikel aus Spiegel-Online wirft die Frage auf, ob und wie eine Beteiligung der Wählerschaft via Web realistisch und sinnvoll ist. Auch die Frage, ob es sich hierbei mehr um Schein oder Sein handelt wird behandelt. Für mich stellt sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, das Volk direkt am politischen Tagesgeschäft zu beteiligen. Mangelndes Expertenwissen und Beeinflussbarkeit der Wähler sind sicherlich Argumente dagegen. (Angaben und Artikel aus Spiegel Online)

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,591167,00.html

Brötchentüten mit literarischen Werken

Frank Riepes Firma bedruckt Brötchentüten mit literarischen Werken - und hat damit Erfolg.

Wer planvoll und gründlich arbeitet und dabei noch flexibel bleibt, hat Aussicht auf Erfolg. Wir sprechen mit Menschen, die wissen, wie eine ausgefallene Idee Schritt für Schritt zum erfolgreichen Geschäftsmodell wird.

Die Firma lesefutter.org bietet gute Lektüre zum frischen Frühstücksbrötchen.
Der Verlag druckt literarische Werke auf Papiertüten, in denen dann zum Beispiel Bäcker, Naturkostläden, Buchhändler, Apotheken, Spielwarengeschäfte oder Schreibwarenläden ihre Ware verpacken - eine so ungewöhnliche wie erfolgreiche Idee.

Inzwischen hat die Auflage dieser Tüten innerhalb eines Jahres 3,5 Millionen Stück erreicht, berichtet Mitinhaber Frank Riepe aus Bremen. “Die Idee entstand mit der Frage, wo Schriftsteller Kurztexte veröffentlichen können”, berichtet Riepe, der viele Jahre als Performance- und Aktionskünstler gearbeitet hat.

“Am Beginn stand die Recherche. Denn um ein tragfähiges Konzept zu schreiben, mussten wir herausfinden, wie etwa Papiertüten produziert und vertrieben werden.”Die größte Herausforderung der Selbständigkeit sei, so Riepe, sich immer wieder neu zu orientieren und unternehmerisch zu denken. “Es reicht nicht aus, nur eine ungewöhnliche Geschäftsidee zu haben. Man braucht auch Durchhaltevermögen, Risikobereitschaft und die Flexibilität, sich und die Idee zu verändern.”

© dpa

(Aufmerksam geworden darauf durch INETBIB)

Nochmal ein interessanter Blog

Peter Haber, Historiker an der Universität Basel betreibt Forschung im Bereich digitaler Medien und Geschichtswissenschaften. Er untersucht die Bedeutung digitaler Medien für die Wissenschaft im Allgemeinen und welche Auswirkungen neue Entwicklungen wie beispielsweise Web2.0 insbesondere auf geschichtswissenschaftliche Forschung haben kann.

“Die Themen reichen von Open Access bis e-Learning, von Google bis Urheberrecht, von Bibliographierhilfsmitteln bis Werkzeugen zum kollaborativen Schreiben, von digitalen Karten bis digitalisierten Handschriften, von web 1.0 bis web 3.0.” (Peter Haber über seinen Blog) Also alles lauter Themen, die für uns Infowissenschaftler spannend sind und mitverfolgt werden sollen

In diesem Zusammenhang taucht auch immer wieder das Thema Online-Enzyklopädien auf. Am Montag, 8. Dezember findet hierzu ein Kolloquium an der Uni in Basel statt zum Thema Wikipedia in den Wissenschaften. Es werden interessante Fragestellungen behandelt, z.B. welchen Einfluss Wikipedia auf die Wissenschaftskommunikation hat, wie Wikipedia im Bildungswesen eingesetzt wird oder welche Erfahrungen Bibliotheken mit Wikipedia machen.
Ich werde voraussichtlich am Forschungskolloquium teilnehmen und an dieser Stelle davon berichten. Regelmässig in den Blog reinzuschauen lohnt sich aber bestimmt!

http://weblog.histnet.ch/

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