Brötchentüten mit literarischen Werken

Frank Riepes Firma bedruckt Brötchentüten mit literarischen Werken - und hat damit Erfolg.

Wer planvoll und gründlich arbeitet und dabei noch flexibel bleibt, hat Aussicht auf Erfolg. Wir sprechen mit Menschen, die wissen, wie eine ausgefallene Idee Schritt für Schritt zum erfolgreichen Geschäftsmodell wird.

Die Firma lesefutter.org bietet gute Lektüre zum frischen Frühstücksbrötchen.
Der Verlag druckt literarische Werke auf Papiertüten, in denen dann zum Beispiel Bäcker, Naturkostläden, Buchhändler, Apotheken, Spielwarengeschäfte oder Schreibwarenläden ihre Ware verpacken - eine so ungewöhnliche wie erfolgreiche Idee.

Inzwischen hat die Auflage dieser Tüten innerhalb eines Jahres 3,5 Millionen Stück erreicht, berichtet Mitinhaber Frank Riepe aus Bremen. “Die Idee entstand mit der Frage, wo Schriftsteller Kurztexte veröffentlichen können”, berichtet Riepe, der viele Jahre als Performance- und Aktionskünstler gearbeitet hat.

“Am Beginn stand die Recherche. Denn um ein tragfähiges Konzept zu schreiben, mussten wir herausfinden, wie etwa Papiertüten produziert und vertrieben werden.”Die größte Herausforderung der Selbständigkeit sei, so Riepe, sich immer wieder neu zu orientieren und unternehmerisch zu denken. “Es reicht nicht aus, nur eine ungewöhnliche Geschäftsidee zu haben. Man braucht auch Durchhaltevermögen, Risikobereitschaft und die Flexibilität, sich und die Idee zu verändern.”

© dpa

(Aufmerksam geworden darauf durch INETBIB)

2 Antworten auf “Brötchentüten mit literarischen Werken”

  1. Hulot sagt:

    Da muss aber eine sorgfältige Auswahl getroffen werden, was so auf die Tüten gedruckt wird. Wer möchte schon gern das Rezept des Hexengebräus aus Macbeth (4,1) “Kröte, die in kaltem Stein Tag und Nächte, dreimal neun, zähen Schleim im Schlaf gegoren, sollst zuerst im Kessel schmoren…” beim Frühstück auf der Brötchentüte vorfinden?

  2. FRiepe sagt:

    Nun, wir haben für die Bremer Shakespeare Comapny auch schon Lesefutter-Tüten mit Shakespeare Texten produziert! Wenn auch ohne Hexenrezepte, schade eigentlich.
    Aber auch die aktuelle deutschsprachige Literatur bietet viel Lesenswertens, das wir gern einer breiten Öffentlichkeit über die Lesefutter-Tüte präsentieren.
    Es lohnt sich also die Augen aufzuhalten! Vielleicht ist die nächste Lesefutter-Tüte ja gar nocht so weit weg…
    und für alle dies gar nicht erwarten können, gibt es Lesefutter-Texte unter: www.lesefutter.org/literaten und ganz aktuell den Tütenblog unter: www.tuetenblog.lesefutter.org

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