Das “Daten Ford Knox” im schweizer Berg

Zwischen 20′000,- CHF und 100′000,- CHF lassen es sich weltweit Unternehmen unterschiedlichster Branchen kosten, eine physische Sicherungskopie ihrer gesamten Unternehmensdaten in einem stillgelegten (und leicht umfunktionierten) Bunker in Bern zu hinterlegen - pro Monat, versteht sich.
Das Hochsicherheits-Rechenzentrum befindet sich im Inneren eines Bergs und ist sowohl baulich, als auch durch Sicherheitspersonal geschützt, wie kaum sonst ein Gebäude in der Schweiz.
Bei einem Daten-Gau eines der Kunden von Ford Knox (sei es durch Elektrizitätsprobleme, Serverausfall o.ä. bei dem die “Standard-Sicherungen” ebenfalls nicht mehr hergestellt werden können), werden die aktuellen Sicherungskopien der Unternehmensdaten im Schnitt innert 2 Stunden entweder über Hochsicherheitsleitungen in das Unternehmen übertragen - oder bei zu grossen Datenvolumina auch mal per Hubschrauber physisch geliefert.
Die befragten Ford Knox Kunden beziffern den Wert der hinterlegten Daten mit dem fast vollumfänglichen Gesamtunternehmenswert - ohne diese Daten wäre kaum ein produzierendes Industrie- oder auch Dienstleistungsunternehmen im Stande, den Betrieb aufrecht zu erhalten.
Angesichts solcher Aussagen freut sich der Informationswissenschaftler - wird doch deutlich, wie wichtig das immaterielle Gut Information insbesondere in unserer heutigen Gesellschaft ist und welchen Stellenwert ihm auch in der Unternehmenswelt zukommt.

Eine umfassende Berichtserstattung zum Ford Knox findet sich in der Cash-TV Sendung vom 16. November (online in der Mediathek abrufbar unter http://www.cash.ch/video/cashtv/).

Quellen: http://www.cash.ch/video/cashtv/ und http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/901bf27c-263f-43cc-8b1b-e6b0ecf61024.aspx

4 Antworten auf “Das “Daten Ford Knox” im schweizer Berg”

  1. Wolfgang Semar sagt:

    Irgendwie gefällt mir die Vorstellung, dass die Daten per Hubschrauber wieder ins Unternehmen zurück gebracht werden!
    Gibt es da eine Abstufung: Kleine Unternehmen kleiner Hubschrauber, grosse Unternehmen grosse Hubschrauber ? :-)

  2. hierlsonja sagt:

    … hehe, und für die ganz kleinen Unternehmen werden dann Brieftauben bemüht (sind sicher, Hackerangriffe sind nicht möglich und sie lassen sich nur schwer bestechen) *smile*

  3. Wolfgang Semar sagt:

    Das mit den Brieftauben fällt dann aber in die Abteilung “Dokumentation und Archivierung!”
    Immerhin müsste man sich dann keine Gedanken mehr um den Datenverlust machen, schliesslich finden die Daten immer wieder zurück!

  4. Hulot sagt:

    Solche Boomerang-Daten wären der Traum eines jeden Systemadmins.

    Mitarbeiter XY kommt: “Meine Daten sind gelöscht, ich hab aber nix gemacht”
    Admin:”Kein Problem, ich mach dann auch nix” *g*