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Archiv der Kategorie Aktuelles
Google wagt sich in den Betriebssystemmarkt
9.7.2009 von Wolfgang Semar.
“Nun ist es endlich so weit!” oder “Warum hat das so lange gedauert!”, werden sicherlich die Befürworter sagen. Diejenigen, die nicht so euphorisch sind, werden sich erst einmal zurück halten und abwarten bis die erste Version des Betriebssystems “Google Chrome OS” Ende 2010 vorhanden ist.
Was wird sich ändern? Nun, zunächst einmal sicherlich nicht viel. Das Betriebssystem “Chrome” von Google benötigt den gleichnamigen Browse, der ist bisher erst 20 Mio. Mal installiert. So wird also der Betriebssystemmarkt nicht ins wanken kommen. Aber was viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass Chrome OS als Open Source Software zur Verfügung stehen wird und der Einsatzbereich (zunächst) speziell für Netbooks optimiert wurde. Dies wiederum kann zu einer Revolution führen. Netbooks sind voll im Trend und mit den bisherigen Betriebssystemen eigentlich “überlastet”. Ein offenes, schnelles und einfaches OS tut hier dringend Not, und kann sich dadurch rasch verbreiten. Es gibt sicherlich viele Anwender die lieber Heute als Morgen auf das Chrome OS umsteigen würden, wäre da nicht das Kompatibilitätsproblem mit den MS-Office Dateien. Google bietet zwar ein “Office” an, die Dateien liegen dann aber bei Google auf den Servern. Der Vorteil ist natürlich die permanente Verfügbarkeit der Dateien, aber eigentlich möchte ich meine Dateien nur auf meinem Rechner haben. Vielleicht braucht es hier noch eine “Open Data Initiative”? Auch wenn sich kurzfristig nicht gleich die Betriebssystemwelt ändern wird, langfristig wird sich aber einiges ändern.
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Happy Birthday WWW
13.3.2009 von Wolfgang Semar.
Heute vor 20 Jahren hatte der Brite Tim Berners-Lee seinen Projektantrag “Informationsmanagement: Ein Vorschlag”, bei seinem Vorgesetzten im CERN eingereicht, der sich als Grundstein des Internet entpuppen und das Kommunikations- und Informationsverhalten der Menschen grundlegend verändern sollte. Mike Sendall, sein Vorgesetzter ahnte bereits, dass eine großartige Idee auf seinem Schreibtisch lag, war sich aber dennoch nicht so sicher. Er schrieb: “Vage, aber aufregend” auf den Projektantrag, in dessen Zentrum der “Hypertext” stand, der Informationen in einem Netz durch logische Verbindungen miteinander verknüpft.
Etwas mehr zu dem Thema steht in der FAZ vom 13.03.2009.
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Bertelsmann wächst weiter
19.12.2008 von hierlsonja.
Der grösste Medienkonzern Europas, Bertelsmann, berichtete am 18.12 in einer sehr knappen Mitteilung, dass er plant, die Traditionsmarke Brockhaus zum 01.02.2009 zu übernehmen. Damit geht die wohl am weitesten verbreitete Enzyklopädie Deutschlands (der Bekanntheitsgrad liegt bei über 93%) in den Besitz eines Konzerns über, der die Medienlandschaft bereits sehr stark prägt. Mit seinen verschiedenen Bereichen (u.a. RTL Group und wissenmedia) besitzt Bertelsmann bereits einige Online-Angebote (wie bspw. Wissen.de), weshalb der Konzern nach Aussage des Geschäftsführers der wissenmedia GmbH, Christoph Hünermann, die ursprünglichen Brockhaus-Pläne, ein kostenloses Brockhaus-Online-Angebot zu lancieren, nicht weiter verfolgen wird.
Ein Blick auf die Aktivitäten und Tochtergesellschaften Bertelsmanns, lässt eine zumindest teilweise Vormachtsstellung im deutschen Bildungswesen erkennen. Ab Februar gehört dann auch der Brockhaus dazu - sofern das Bundeskartellamt keinen Einspruch erhebt. Geht das uns als Informationswissenschaftler etwas an? ….
Quellen: http://bertelsmann.de/bertelsmann_corp/wms41/bm/index.php?search=brockhaus&ci=108&language=1 und http://www.welt.de/wirtschaft/article2893879/Brockhaus-knickt-vor-Wikipedia-und-Google-ein.html?page=2#article_readcomments
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Wie viel Online-Überwachung lässt sich anhand der Bekämpfung von Online-Kriminalität und Kinderpornographie rechtfertigen?
3.12.2008 von hierlsonja.
Der EU-Ministerrat hat sich nach einer Golem-Meldung darauf geeinigt, eine stärkere Online-Überwachung zu lancieren um europaweit besser auf Internetdelikte, wie Daten- und Identitätsdiebstahl, Kinderpornographie, aber auch Spam reagieren und diesen vorbeugen zu können. Hierzu soll u.a. eine durch Europol aufgebaute “Warnplattform als Sammelstelle für Berichte über in den EU-Mitgliedstaaten begangene Internetdelikte” dienen, weiter werden EU-weite Onlinedurchsuchungen geplant, eine verstärkte Kooperation von Strafverfolgern und dem privaten Sektor angestrebt und eine nicht näher spezifizierte Überwachung des Internetverkehrs geplant [http://www.golem.de/0812/63873.html].
Schnell stellt sich hier die Frage, inwieweit solche unter Umständen doch relativ weitreichende Massnahmen künftig auch für weniger schwere Delikte genutzt werden - schliesslich ist es im Vorfeld bspw. einer Überwachung des Internetverkehrs ja nur schwer einzuschätzen, ob hier tatsächlich eines der oben genannten Delikte mitverfolgt wird oder ob nicht der Online-Bürger bei “harmlosen” Aktivitäten im Internet überwacht wird, was den Persönlichkeitsschutz einschränken würde.
Zumal ein vage formulierter Delikt wie das Spamming mittlerweile soweit verbreitet ist, dass sich anhand dieses Tatbestands vermutlich fast schon jede Überwachung rechtfertigen liesse. Selbstverständlich sind im Zuge der Bekämpfung bspw. von Kinderpornographie zielführende Massnahmen sehr wünschens- und unterstützenswert. Stehen diese jedoch wirklich auf der gleichen Stufe wie Spam, dass derart weitreichende und grenzüberschreitende Massnahmen für die Bekämpfung beider Delikte aneinander gekoppelt werden sollten?
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Der Einfluss des Internet auf die US-Politik
19.11.2008 von fst.
Schon im Wahlkampf nutzte Barack Obamas Personal wie noch kein Wahlkampf-Team zuvor die Möglichkeiten des Internet. Über das sogenannte Web 2.0 kommunizierte Obama mit seinen potentiellen Wählern, sammelte via Internet Wahlkampfspenden in Rekordhöhe und rekrutierte knapp zwei Millionen Freiwillige. Es sind Bestrebungen im Gange, dass diese neue Plattform auch im politischen Tagesgeschäft, nach Obamas Amtsantritt genutzt werden soll. Der folgende Artikel aus Spiegel-Online wirft die Frage auf, ob und wie eine Beteiligung der Wählerschaft via Web realistisch und sinnvoll ist. Auch die Frage, ob es sich hierbei mehr um Schein oder Sein handelt wird behandelt. Für mich stellt sich die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, das Volk direkt am politischen Tagesgeschäft zu beteiligen. Mangelndes Expertenwissen und Beeinflussbarkeit der Wähler sind sicherlich Argumente dagegen. (Angaben und Artikel aus Spiegel Online)
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,591167,00.html
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Brötchentüten mit literarischen Werken
19.11.2008 von Michèle Bättig.
Frank Riepes Firma bedruckt Brötchentüten mit literarischen Werken - und hat damit Erfolg.
Wer planvoll und gründlich arbeitet und dabei noch flexibel bleibt, hat Aussicht auf Erfolg. Wir sprechen mit Menschen, die wissen, wie eine ausgefallene Idee Schritt für Schritt zum erfolgreichen Geschäftsmodell wird.
Die Firma lesefutter.org bietet gute Lektüre zum frischen Frühstücksbrötchen.
Der Verlag druckt literarische Werke auf Papiertüten, in denen dann zum Beispiel Bäcker, Naturkostläden, Buchhändler, Apotheken, Spielwarengeschäfte oder Schreibwarenläden ihre Ware verpacken - eine so ungewöhnliche wie erfolgreiche Idee.
Inzwischen hat die Auflage dieser Tüten innerhalb eines Jahres 3,5 Millionen Stück erreicht, berichtet Mitinhaber Frank Riepe aus Bremen. “Die Idee entstand mit der Frage, wo Schriftsteller Kurztexte veröffentlichen können”, berichtet Riepe, der viele Jahre als Performance- und Aktionskünstler gearbeitet hat.
“Am Beginn stand die Recherche. Denn um ein tragfähiges Konzept zu schreiben, mussten wir herausfinden, wie etwa Papiertüten produziert und vertrieben werden.”Die größte Herausforderung der Selbständigkeit sei, so Riepe, sich immer wieder neu zu orientieren und unternehmerisch zu denken. “Es reicht nicht aus, nur eine ungewöhnliche Geschäftsidee zu haben. Man braucht auch Durchhaltevermögen, Risikobereitschaft und die Flexibilität, sich und die Idee zu verändern.”
© dpa
(Aufmerksam geworden darauf durch INETBIB)
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Nochmal ein interessanter Blog
19.11.2008 von Nadja Boeller.
Peter Haber, Historiker an der Universität Basel betreibt Forschung im Bereich digitaler Medien und Geschichtswissenschaften. Er untersucht die Bedeutung digitaler Medien für die Wissenschaft im Allgemeinen und welche Auswirkungen neue Entwicklungen wie beispielsweise Web2.0 insbesondere auf geschichtswissenschaftliche Forschung haben kann.
“Die Themen reichen von Open Access bis e-Learning, von Google bis Urheberrecht, von Bibliographierhilfsmitteln bis Werkzeugen zum kollaborativen Schreiben, von digitalen Karten bis digitalisierten Handschriften, von web 1.0 bis web 3.0.” (Peter Haber über seinen Blog) Also alles lauter Themen, die für uns Infowissenschaftler spannend sind und mitverfolgt werden sollen
In diesem Zusammenhang taucht auch immer wieder das Thema Online-Enzyklopädien auf. Am Montag, 8. Dezember findet hierzu ein Kolloquium an der Uni in Basel statt zum Thema Wikipedia in den Wissenschaften. Es werden interessante Fragestellungen behandelt, z.B. welchen Einfluss Wikipedia auf die Wissenschaftskommunikation hat, wie Wikipedia im Bildungswesen eingesetzt wird oder welche Erfahrungen Bibliotheken mit Wikipedia machen.
Ich werde voraussichtlich am Forschungskolloquium teilnehmen und an dieser Stelle davon berichten. Regelmässig in den Blog reinzuschauen lohnt sich aber bestimmt!
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Was das Internet nicht alles weiss..
18.11.2008 von Michèle Bättig.
Liebe Blogger
Passend zum Thema persönliche Daten bin ich auf einen interessanten Link gestossen: www.123people.ch
Herr Semar hat dann noch folgenden Link beigesteuert: http://www.yasni.de
Spannend und gleichzeitig erschreckend was das Internet nicht alles über einen weiss, nicht wahr?
Um eine kleine Diskussion anzuregen: Was unternehmen Sie, um ihre persönlichen Daten vor solchen Websiten zu schützen? Und, was denken Sie über solche Portale?
Mit freundlichem Gruss
Michèle Bättig
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Facebook-Groups
12.11.2008 von Michèle Bättig.
Liebe Community
Falls jemand von Euch beim Social-Network “Facebook” angemeldet ist, interessieren Euch vielleicht folgende Gruppen:
Librarians and Facebook
http://www.facebook.com/group.php?gid=2210901334
Informationswissenschaft
http://www.facebook.com/group.php?gid=28479253852
Libraries and Librarians
http://www.facebook.com/group.php?gid=2211751615
NextGen Librarians
http://www.facebook.com/group.php?gid=2240728154
Library 2.0 Interest Group
http://www.facebook.com/group.php?gid=2212848798
Und dann noch ein „just for fun“:
Don’t mess with me, I worked in a public library
http://www.facebook.com/group.php?gid=2217584838
Liebe Grüsse
Michèle Bättig
Nachtrag: Der Link zu “Don’t mess with me..” funktioniert leider nicht. Jedoch ist die Gruppe über die Funktion “suche” in FB zu finden.
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Erster IW-Blog der Schweiz?
10.11.2008 von Nadja Boeller.
Ist dieser Blog wirklich der ERSTE IW-Blog der Schweiz? Ich bin da noch auf einen anderen gestossen: http://infwiss.blogspot.com/
Das müsste man wohl berichtigen (oder diesen zumindest in der Blogroll aufführen).
Und hier grad noch Links zu weiteren spannenden IW-Blogs:
Blog von Markus Brixius: http://idt-infoblogger.blogspot.com/
Blog von Thomas Hapke (Schwerpunkt Infokompetenz): http://blog.hapke.de/
Blog von Andreas Litscher (Schwerpunkt Recherche): http://recherchenblog.ch/
Wer noch mehr kennt, kann gerne kommentieren.
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