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- 16.12.2009: Unsterblich im www
Archiv der Kategorie InfWiss-Grundlagen
Happy Birthday WWW
13.3.2009 von Wolfgang Semar.
Heute vor 20 Jahren hatte der Brite Tim Berners-Lee seinen Projektantrag “Informationsmanagement: Ein Vorschlag”, bei seinem Vorgesetzten im CERN eingereicht, der sich als Grundstein des Internet entpuppen und das Kommunikations- und Informationsverhalten der Menschen grundlegend verändern sollte. Mike Sendall, sein Vorgesetzter ahnte bereits, dass eine großartige Idee auf seinem Schreibtisch lag, war sich aber dennoch nicht so sicher. Er schrieb: “Vage, aber aufregend” auf den Projektantrag, in dessen Zentrum der “Hypertext” stand, der Informationen in einem Netz durch logische Verbindungen miteinander verknüpft.
Etwas mehr zu dem Thema steht in der FAZ vom 13.03.2009.
Geschrieben in InfWiss-Grundlagen, Aktuelles | 2 Kommentare »
Ist das “Copy and Paste”-Verfahren eines Informationswissenschaftlers würdig?
9.11.2008 von Wolfgang Semar.
Oder anders herum gefragt: “Hat es ein Informationswissenschaftler nötig Beiträge zu kopieren, ohne zu zitieren?”
Ich meine NEIN!
Dieser Blog ist kaum 2 Wochen alt, schon stehen eine ansehnliche Anzahl an Beiträgen in ihm. Das ist wirklich schön. Dabei zeigt sich aber auch bereits eine unschöne Nebenerscheinung, und zwar die Tatsache, dass einige Beiträge nicht der sogenannten Blog-Etiquette (allgemeiner Netiquette) entsprechen. Auf interessante Websites hinzuweisen ist absolut ok., aber bitte nicht den “Originaltext” der Site nochmal im Blog posten! Dann können wir ja gleich ein “zweites”, sprich paralleles Web hier aufmachen. Das wäre dann mal ein echtes Web 2.0
Versuchen Sie doch mal einen sogenannten “Abstract” der Site auf die Sie hinweisen zu erstellen, das kann dann auch mit ruhigem Gewissen als “eigene” Arbeit ausgegeben werden!
Geschrieben in InfWiss-Grundlagen | 1 Kommentar »
Daisy ermöglicht Zugang zu wichtigen Informationen
6.11.2008 von arnoldsalome.
Wie gelangen eigentlich Blinde-, und Sehbehinderte Menschen an wichtige Informationen? Daisy bietet eine Lösung.
Die Stadt Wil bringt die Broschüre mit den Unterlagen für die Volksabstimmung vom 30. November 2008 als Hörversion auf Compact Disc heraus.
Der Begriff «Daisy» ist eine Abkürzung und steht für «Digital Accessible Information System» oder zu deutsch «Digitales System für den Zugang zu Informationen». In einem solchen «Daisy»-Hörtext – dieser Standard wird weltweit angewandt und entstand um 1992 – wird der gesamte Inhalt der Abstimmungsbroschüre vorgelesen. Allerdings kann er nicht nur in einem Stück von Anfang bis Ende durchgehört werden, denn das «Daisy»-Format bietet umfassende hierarchische Navigationsfunktionen. Der Benutzer kann sich in einem Inhaltsverzeichnis einen Überblick verschaffen oder von Kapitel zu Kapitel blättern, aber auch über die Seitenzahl oder Abschnitte bis zum einzelnen Satz oder zu einer einzelnen Fussnote und wieder zurückspringen. In diesem Sinne ist ein «Daisy»-Hörtext voll navigierbar – alle Elemente können einzeln ausgewählt und in beliebiger Reihenfolge angesteuert werden. Dabei kann die Sprechgeschwindigkeit angepasst werden.
Bleibt zu hoffen, dass viele Kantone dem Beispiel von Wil folgen und relevante Informationen für Menschen mit Behinderungen ermöglichen.
http://www.tagblatt.ch/lokales/wil/wv-au/art266,1023821
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Information ist Wissen in Aktion
24.10.2008 von Wolfgang Semar.
Information sammeln kann jeder. Sie dann aber auch zu analysieren, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden und im Anschluss neu zu bündeln, das erfordert spezielle Kenntnisse. Gelernt werden kann so etwas in der Informationswissenschaft, die allerdings wenig bekannt ist. Dabei sind Begriffe wie “Informationsgesellschaft”, “Information Superhighway”, “Information Broker” heute in aller Munde.
Wie oft sagt man „Ich habe eine Information für dich“ oder „Diese Information gehört nicht hierher“. Wenn der Begriff Information durch Wissen ersetzt wird, entstehen zwar nicht gänzlich unsinnige Aussagen, aber zumindest ungewöhnliche. Kaum jemand würde z.B. sagen: „Ich habe Wissen für dich“ oder „Dieses Wissen gehört nicht hierher.“ Information und Wissen sind nicht das Gleiche, aber eng miteinander verwoben.
Information wird von einer Person immer dann benötigt, wenn ihr eigenes Wissen nicht ausreicht, um in einer konkreten Situation ein Problem zu lösen. Aber wo bekommt man diese Information her? Am einfachsten ist es jemanden zu fragen, der genau dieses Problem bereits gelöst hat. Indem diese Person aus ihrem Wissen heraus „erzählt“ wie das Problem zu lösen ist, informiert sie uns. Information ist also der Teil des Wissens, der von der informierenden Person zu der Information benötigenden Person durch eine bestimmten Aktion, wie z.B. durch das „Erzählen“, übergeht. Information ist also „Wissen in Aktion“. Ein kleines Beispiel: Zur Weihnachtszeit werden Süssigkeiten gebacken. Für die ersten Backversuche braucht man die Information welche und wie viele Zutaten wie verrührt und gebacken werden. Die notwendige Information kann man sich von einem erfahrenen (wissenden) Bäcker erzählen oder zeigen lassen, oder aber auch aus einem Rezept selbst herauslesen. Ist nun ein Jahr vergangen und man möchte die Süssigkeiten erneut backen, so hat es derjenige leicht, der das Wissen gespeichert hat. Wer die Rezeptur vergessen hat, muss sich erneut die Information besorgen. Wissen ist also in unserem Kopf fest verankert und entsteht durch die Umsetzung der Information in interne Wissensstrukturen. Das ist nichts anderes als Lernen.
Was tun Informationswissenschaftler?
Informationswissenschaftler beschäftigen sich genau mit dieser Transformation von Wissen in Information und wieder in Wissen. Sie sorgen dafür dass diese Übergänge möglichst effizient und effektiv funktionieren. Durch die dynamische Entwicklung dieser Informationsarbeit lassen sich die Tätigkeitsbereiche des Berufsfeldes Informationswissenschaft und -praxis nur schwer von anderen abgrenzen. Informationsspezialisten fanden früher vor allem in den Bereichen Archiv, Bibliothek sowie Information und Dokumentation Beschäftigung. Heute ist informationswissenschaftliches Know-how überall da gefragt, wo im Dreieck “Wissen - Informationstechnik - Mensch” Informationsprozesse gestaltet werden sollen.
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